5.5.2023

Wie Gedanken unsere Alkoholverträglichkeit beeinflussen können

Hast du dich schon einmal gefragt, warum manche Menschen scheinbar unendlich viel Alkohol vertragen, während andere schon nach einem Glas schwanken? Interessanterweise spielen dabei nicht nur Körpergewicht und Stoffwechsel eine Rolle. Auch unsere Gedanken und unsere innere Einstellung können beeinflussen, wie stark wir Alkohol spüren. In diesem Artikel erfährst du, wie das funktioniert, welche Rolle der Placebo-Effekt spielt und welche Tipps dir helfen können, bewusster zu trinken.

Gedanken und Alkoholverträglichkeit – mehr als Einbildung?

Viele kennen den Satz: „Von einem Glas Wein bin ich schon betrunken.“ Solche Aussagen sind mehr als nur Floskeln – sie können tatsächlich zur Realität werden. Denn unser Gehirn arbeitet wie ein Filter: Wenn wir erwarten, bestimmte Symptome zu spüren, nehmen wir diese auch stärker wahr.

Das bedeutet: Die Erwartung, schnell betrunken zu werden, kann die Wirkung von Alkohol intensivieren. Wer dagegen denkt „Ich vertrage Alkohol gut“, wird oft weniger Symptome verspüren – selbst bei gleicher Trinkmenge.

Der Placebo- und Nocebo-Effekt beim Alkohol

Die Psychologie kennt zwei spannende Phänomene:

  • Placebo-Effekt: Positive Erwartungshaltung löst spürbare Wirkung aus, auch ohne reale Ursache.
  • Nocebo-Effekt: Negative Gedanken verstärken unangenehme Symptome.

Beim Alkohol kann das so aussehen: Menschen, die glauben, dass ein Schluck Sekt sofort „in den Kopf steigt“, fühlen sich oft schon nach minimaler Menge benommen. In Experimenten zeigte sich sogar, dass Teilnehmer, die alkoholfreies Bier tranken, teilweise dieselben Symptome berichteten wie nach echtem Alkohol – nur weil sie davon überzeugt waren.

Psychologie trifft Biochemie

Natürlich bleibt Alkohol ein chemischer Stoff, der über Blut, Leber und Gehirn wirkt. Faktoren wie Körpergewicht, Trinkgeschwindigkeit und Leberfunktion sind ausschlaggebend für den Abbau. Aber: Gedanken und Emotionen bestimmen, wie stark wir diese Wirkung erleben.

  • Stress oder Angst können Alkohol intensiver wirken lassen.
  • Entspannung und eine positive Einstellung können die Wirkung subjektiv abschwächen.

Das bedeutet nicht, dass Gedanken Alkohol „neutralisieren“. Aber sie verändern, wie wir ihn wahrnehmen – und damit unser gesamtes Trinkerlebnis.

Tipps: So kannst du deine Gedanken bewusst nutzen

  1. Achtsam trinken: Höre auf deinen Körper, statt dich von Erwartungen leiten zu lassen.
  2. Positive Einstellung: Vermeide Sätze wie „Ich vertrage nichts“ – sie verstärken den Nocebo-Effekt.
  3. Langsam trinken: Gib deinem Körper Zeit, Alkohol zu verarbeiten.
  4. Realistisch bleiben: Gedanken beeinflussen die Wahrnehmung, aber nicht die biochemische Realität.

Fazit

Unsere Gedanken haben großen Einfluss darauf, wie wir die Wirkung von Alkohol erleben. Der Placebo- und Nocebo-Effekt zeigen, dass nicht nur die Menge, sondern auch unsere innere Haltung entscheidend ist. Wer seine Gedanken bewusst steuert, kann den Alkoholkonsum entspannter und kontrollierter erleben – und lernt, die eigenen Grenzen besser einzuschätzen.

Dein Team aus dem Gedankenfitnessstudio

👉 Für weiterführende Tipps rund um Gedanken, Wahrnehmung und Training lohnt sich ein Blick auf @gedankenfitnessstudio bei TikTok.

Weitere spannende Artikel